
Leseprobe aus: "Als die Tiere für einen Tag sprechen durften"
Diese Geschichte, ist ein Tatsachenbericht, den ich in Märchenform geschrieben habe, damit sich nicht nur die kleinen Leser schon etwas Gedanken über unsere Erdenmitbewohner machen, sondern auch, dass die Erwachsenen wieder einmal mehr über die Tiere nachdenken und liebevoller mit ihnen umgehen. Denn ein jedes Tier, ist ein "LEBEWESEN" in denen ein Herz schlägt, das Freud und Leid empfindet, genau so wie du da draussen vor dem Bildschirm. Es wäre schon sehr schön, wenn wir Menschen entlich einmal anfangen umzudenken und nach dem gelesenen Buch nicht gleich wieder zum Altag übergehen und weiter gedankenlos Fleisch und Wurst essen. Ich erwarte nicht, dass du von Heute auf Morgen ein Vegetarier wirst, aber mehr Einschränkung mit Fleisch und Wurst, da wäre schon viel getan. Denn in einem Stück Fleisch, oder einer Scheibe Wurst, sieht man das Leid und die Tränen der Tiere nicht mehr.
>Tiere sind unsre Geschwister, sie sehen halt nur etwas anders aus<
Ich danke dir und im Namen der Tiere von ganzem Herzen!!!!!!!!!!!!!
Franz Spengler und Kater Felix
Zum Text:
Als die zwei Geschwister, Britta und Insa wieder einmal über die Ferien zu ihrer Großmutter aufs Land fahren durfen, erzählte ihnen die Großmutter abends noch eine Geschichte über Tiere, die für einen Tag sprechen durften.
Und so erzählte sie:
An einem lauen Sommertag hatten plötzlich alle Tiere auf der Erde das Bedürfniss, sich auf den Weg zu machen, um an einem bestimmten Ort zu gehen.Sie wußten aber nicht warum und wohin. Da sagten die obersten Anführer jeder Tierart: "Wir können aber nicht alle auf einmal losziehen, unsere Jungen, Schwachen und Kranken würden das vielleicht nicht schaffen". Also beschlossen sie, daß von jeder Tiergruppe sich das stärkste auf den Weg machen soll, um zu erfahren, was an diesem bestimmten Ort wohl sein mag............
Es führte sie in einen Wald an eine große Lichtung, wo sie allle gemeinsam ankamen.
Der Abend brach schon an, und der Mond und die Sterne funkelten am ganzen Himmel. Sie stellten sich zu einem großen Kreis auf und sahen, daß auf der sattgrünen Wiese alle möglichen Blumen blühten. "Das ist aber seltsam", sagte das Reh, "dass abends die Blumen blühen, denn ansonsten sind ihre Blütenkelche um diese Zeit schon geschlossen".
Kleine Tautropfen hingen an Blüten und Blättern und durch das Mondlicht funkelten die Tropfen in allen Farben. Es entstanden kleine Regenbogen, die von Blüte zu Blüte, von Blatt zu Blatt, von Ast zu Ast und von Baum zu Baum strahlten.
Auf dem Boden knipsten Hunderte von Glühwürmchen ihre Lämpchen an, damit die Blumen auch von unten beleuchtet waren und keines der Tiere stolpern mußte. Es war ein Meer von Regenbogen und Lichtern. Alle staunten sehr, denn keines von ihnen hatte jemals so etwas Schönes gesehen. Über der ganzen Wiese waren bunte Schmetterlinge, die umhergaukelten, als hingen sie an unsichtbaren Fäden.
Plötzlich ging vom Himmel ein dicker, heller Lichtstrahl auf die Erde nieder, der umringt war von Tausenden und Abertausenden kleinen Lichtpunkten. Einige Tiere erschraken etwas, und ein leichtes raunen ging durch die Menge. Etliche Vögel flatterten hoch, und die Tiere, die im Kreis standen, gingen ein paar Schritte zurück.
"Aaah" und "Oooh" hörte man sie schreien und sie hoben ihren Kopf zum Himmel hoch. Sie sahen, wie in dem Lichtstrahl eine große, goldene Lichtkugel auf einer weißen Wolke herunterschwebte. Die Tiere fühlten eine große Wärme und Liebe in ihren Herzen, und die Augen glänzten vor Freude und Glück, als sich die Kugel immer mehr der Erde näherte. Wie sie plötzlich ein paar Zentimeter über der Erde anhielt, konnten sie eine schöne Gestalt erkennen. Auch die Lichtpunkte nahmen Form an, die alle zu kleinen Engeln wurden....................
Am Morgen, als der Hahn eigentlich immer ein "kikeriki" rief, kam nur ein "guten Morgen" aus seinem Hals.................................. Da rief der Hahn aufs neue: "Guten Morgen Bäuerin, hast du gut geschlafen?"
Sie traute ihren Augen nicht und erschrack so sehr, daß sie rückwerts auf die Bank fiel, die sie vor dem Haus stehen hatte und dort sitzen blieb.
"Du kannst ja sprechen wie ein Mensch", sagte sie.............................. Der Hahn, erzählte ihr von dem Erlebnis, das sie letzte Nacht auf der Wiese im Wald hatten. "Ich kann das irgendwie gar nicht glauben", sagte die Bäuerin etwas erstaunt.
Da sprang das Huhn auf den Misthaufen zu ihrem Mann, den Hahn und sagte: "Doch, das stimmt alles, was dir der Hahn erzählt hat ist richtig. Ich möchte dich um etwas bitten", sagte das Huhn, "wir alle hier wissen, daß du uns sehr liebst und gut versorgst, aber leider mußt du ab und zu eines von uns verkaufen. Heute weiß ich, daß ich verkauft werden soll, um bei irgend jemandem im Suppentopf zu landen. Aber ich möchte noch so gerne mit meinem Mann, dem Hahn, eine Familie gründen. Ich habe auch schon ein paar Eier mehr gelegt und würde sie gerne ausbrüten. Bitte, bitte, verkauf mich nicht", flehte sie die Bäuerin an. Der Hahn legte einen Flügel über das Huhn, als würde er es umarmen und sagte traurig: "Ja bitte gib sie nicht her, denn mir würde es das Herz zerbrechen, wenn sie nicht mehr da währe und ich den Rest meines Lebens mit dem Gedanken leben müßte, daß meine liebe Frau geschlachtet wurde und im Topf gelandet ist". ......................
Ein Schwein, das auf einem anderen Hof lebte, erzählte dem Bauern von seinem Erlebnis, der aber grimmig das Gesicht verzog und schrie: "Das ist Hexerei, meinst du vieleicht, daß ich jetzt nur noch Grünzeug esse? Du wirst noch heute geschlachtet und dann gibt es einen saftigen Braten".
Das Schwein schaute den Bauern sehr traurig an und dachte sich: "Alles Reden nützt bei dem Bauer nichts, auch wenn ich die Sprache der Menschen spreche. Da kam die schwar-weiß gefleckte Kuh, die ein weißes und ein schwarzes Ohr hatte, zum Schwein und sagte: "Hör mal zu, ich habe eine Idee!!!!!!!!......................
Als sie durch einen kleinen Wald gingen, sahen sie an einem kleinen Teich einen Frosch, der auf einem Kieselstein unter einem Sumpfdotterblumenblatt gelangweilt ein Bein im Wasser schlenkerte und ständig, mit ganz breitem Maul, Marmelade, Marmelade sang.......
Am Waldrand humpelte ein junges Reh, das sich nur noch mühsam dahinschleppte. Als die Bäuerin das sah, lief sie sofort hin und merkte, dass das Reh angeschossen war. Das junge Reh, weinte fürchterlich und erzählte der Bäuerin, dass ein Jäger ihre Mutter erschossen hat und er dann auf sie schoß.....................
Das Reh rief: "Mutter, oh Mutter, wenn wir Tiere nur auf der Welt sind, um von den Menschen getötet zu werden, dann wäre es besser, du hättest mich nie geboren. Es weinte so herzzerreißend, daß für einen Moment große Regentropfen auf die Erde fielen, denn sogar der Himmel mußte weinen. Doch es waren die Tränen von Tausenden und Abertausenden von Engeln, die das Leid und Klagen der Tiere weit in den Himmel hinein hörten. Auch der guten Bäuerin...........
Rezensionen unter: www.rahmenplan.de und www.amazon.de
|