
C. Erdmann referiert beim Tierschutzunterricht
In den über dreißig Tierschutzhöfen die Terra Mater unterstützt, werden eben nicht nur notleidende Tiere versorgt. Seit 10 Jahren bildet Terra Mater auch junge Menschen in den Berufen Heim. - und Pensionstierpfleger und Zootierpfleger aus.
Die umfangreiche Arbeit die täglich auf den Tierschutzhöfen erledigt werden muss bietet sich ja hervorragend für eine Ausbildung zum Tierpflegern an. Gerade die Verbindung von Tierpflege und Tierschutz kommt bei den jungen Bewerbern besonders gut an. Oft ist den Tierschützern die Arbeit mit dem Tier in einer zoologischen Einrichtung nicht genug. Ihnen fehlt der Aspekt des Tierschutzes. So wechselten schon einige Male Auszubildende den Arbeitsplatz - vom Zoo in den Tierschutz.
Wildtierstation Mittelstendorf

v.l. Conny , Magdalena und Ausbilderin Diana Erdmann in der Terra Mater Wildtierstation
Alleine in der Wildtierstation von Diana Erdmann haben sich dieses Jahr 400 Bewerbungen aufgestapelt. " Das Bedürfnis was Gutes zu tun ist besonders bei den jungen Mädchen sehr groß"; erklärt Diana. Neben dem Beruf des Tierpflegers besteht auch noch die Möglichkeit ein "Einsteigerqualifizierung Jahr " zu absolvieren. Magdalena, die Mitarbeiterin von Diana wünscht sich so sehr nach Ihrem "EQJ" die Ausbildung in der Wildtierstation beginnen zu dürfen. "Ich habe schon immer Tiere um mich gehabt. Ich liebe die Arbeit mit den Tieren. Gerade hier in der Wildtierstation habe ich engen Kontakt mit den Tieren und ich erlebe wie wir ihnen helfen. Das ist das Schönste an dem Beruf“, freut sich die junge Tierschützerin.
Tierschutzhof Geissblatt (Warpe)

v.l.: Sabine Behrends, Ausbilderin Linda Christof, Katharina Härtel, Katharina Schmidt
Auch bei Linda Christof auf dem Tierschutzhof in Warpe ist immer reger Betrieb. Neben zwei Auszubildenden arbeiten ständig Praktikanten mit bei der Tierversorgung. "Hier entscheidet sich häufig ob dieser Beruf wirklich was für die Bewerber ist“, erklärt Linda.
Tierschutzhof Drochtersen

Christoph und Annika 20 und 21 Jahre. Ausbilder Thorsten Neumann in der Mitte
" Man muss schon eine Portion Flexibilität und Arbeitswillen mitbringen, sonst sollte man sich lieber einen anderen Beruf suchen“, weiß auch Stationsleiter Thorsten Neumann vom Tierschutzhof Drochtersen. Auf seinem Hof werden neben Katzen und Hunden auch Rinder, Esel und Schafe versorgt. "Wir erwarten große Einsatzbereitschaft im Umgang mit den Tieren. Auch bei spontanen Beschlagnahmungen in Kooperation mit den Behörden darf man nicht auf die Uhr schauen. Diese Einsätze sind nicht kalkulierbar, aber ein wichtiger Bereich im Tierschutz.
Tierschutzhof Boovenmoor

Sabine Salzmann mit Florian Magiera
Kein Schönwetterberuf ist diese Aufgabe tagtäglich viele Tierschutztiere zu versorgen. "Die Tiere wollen alle ihr Futter und Wasser bekommen, egal ob es regnet oder schneit, warnt Sabine Salzmann vom Tierschutzhof Boovenmoor. Streicheln kann man die Tiere aber natürlich auch. Das gehört ebenso zu der guten Tierschutzarbeit wie auch das Führen des Stationsbuches. Die Büroarbeit ist Teil des Ausbildungsrahmenplans. Auch der Tierschutz muss verwaltet werden.
Neben den täglichen praktischen Unterrichtstunden vor Ort geben Terra Mater Mitarbeiter Seminare für Tierheimmitarbeiter.
"Die Themen umfassen einen großen Bereich der Tierversorgung, vom Umgang mit verölten Seevögel, über den Arbeitsschutz bis zum Umgang mit dem Wildtier im Tierheim;" erklärt Christian Erdmann. "Hier bedarf es großer Anstrengung- angesichts dessen was Tagtäglich in einigen Tierheimen mit den Wildtieren passiert."
Dieses ist alles nur möglich durch die großartige Unterstützung unserer Mitglieder und Förderer.
Text: Christian Erdmann
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